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Praktikum

Der Begriff Praktikum (Plural: Praktika) bezeichnet eine auf eine bestimmte Dauer ausgelegte Vertiefung zuvor erworbener theoretischer Kenntnisse in praktischer Anwendung bzw. das Erlernen neuer Kenntnisse und Fähigkeiten durch praktische Mitarbeit in einer Organisation

Praktikum zur Beruforietierung

Innerhalb der Personalwirtschaft wird mit einem Praktikum eine Tätigkeit bezeichnet, die im Rahmen der beruflichen Ausbildung (auch Studium) praktische Erfahrungen im künftigen Beruf vermitteln soll. In der Berufsorientierung in der Schule, die im Rahmen des Faches Arbeitslehre (in einigen Bundesländern unter anderer Fächerbezeichnung) curricular eingeordnet ist, sollen Betriebspraktika, möglichst in der Kombination mit Betriebserkundungen, den Schülern in zwei- bis vierwöchigen Betriebstätigkeiten helfen, ihren Berufswunsch praktisch zu erfahren und zu kontrollieren und ggf. eine Korrektur des Berufswunsches vorzunehmen. Deshalb ist es wichtig, ein Praktikum im Wunschberuf anzubieten; daneben helfen Kontrollpraktika, Alternativen kennenzulernen. In dieser Zeit lernen die Schüler auch die Realitäten beruflich/betrieblicher Tätigkeiten und die Bedingungen der Ausbildung kennen. Ein Praktikum kann im Rahmen eines Betriebspraktikums bei einem Betrieb stattfinden, in Hochschulen kann dies auch im Rahmen eines Kurses der Fall sein. Praktika sind auch Bestandteil einer von der Bundesagentur für Arbeit angebotenen Förderung der beruflichen Weiterbildung (FbW) im Rahmen des SGB III.


Vergütung im Praktikum

Generell gibt es bei Praktika im Öffentlichen Dienst und bei Vereinen/Initiativen im sozialen Bereich tendenziell eher keine Bezahlung, während Praktika in Wirtschaftsunternehmen in immer mehr Fällen bezahlt werden. Das hessische Landesarbeitsgericht hat dabei im Jahr 1999 festgestellt, dass Praktikanten gemäß Berufsbildungsgesetz (BerBiFG) grundsätzlich einen Anspruch auf angemessene Bezahlung haben. Dies gilt insbesondere, wenn der Praktikant Arbeiten verrichtet, die berufstypisch für eine reguläre Fachkraft gelten. Die entsprechende Entlohnung hat sich dann theoretisch an den verkehrsüblichen Gehältern zu orientieren. Oft bemisst sie sich nach dem Lebensalter des Praktikanten.

Praktikanten, die Unterhaltssicherungsleistungen der Arbeitsagentur erhalten, haben während eines Betriebspraktikums im Rahmen von öffentlich finanzierten Umschulungs- und Fortbildungsmaßnahmen keinen gesonderten Anspruch auf eine Vergütung, da der Lebensunterhalt für ihre berufliche Bildung bereits finanziert wird.

Am 8. Januar 2003 entschied das Arbeitsgericht Berlin (AZ 36 Ca 19390/02), dass ein Arbeitsverhältnis sich nicht nach der Bezeichnung, sondern nach dem Inhalt qualifiziert. Das Bundesarbeitsgericht kam in einer Entscheidung vom 13. März 2003 (6 AZR 564/01) zu dem Schluss: "Praktikant ist, wer sich für eine vorübergehende Dauer zwecks Erwerb praktischer Kenntnisse und Erfahrungen einer bestimmten betrieblichen Tätigkeit und Ausbildung, die keine systematische Berufsausbildung darstellt, im Rahmen einer Gesamtausbildung unterzieht, weil er diese für die Zulassung zum Studium oder Beruf, zu ealtiner Prüfung oder anderen Zwecken benötigt."

Grundsätzlich ist bei Praktika eine "normale" Vergütung auf stündlicher, wöchentlicher oder monatlicher Basis denkbar, die jedoch auch als Aufwandsentschädigung, zum Beispiel in Form einer Unterhaltsbeihilfe/Unterhaltshilfe, von einigen Unternehmen bezahlt wird. Eine weitere mögliche Form der Bezahlung stellt ein Honorar dar.







Praktikum während der Schulzeit

Grundsätzlich wird man zwischen verschiedenen Arten von Praktika in der Schule unterscheiden müssen:

Das Praktikum zum Sammeln von Informationen über Fächer oder berufliche Strukturen
Das Praktikum zur (ersten) beruflichen Orientierung des Schülers/Praktikanten (Wahrnehmung, Bewertung, Entscheidung)
Das Praktikum als Bestandteil der Ausbildung im Rahmen einer beruflichen Qualifizierung.

Zudem unterscheidet man gerne zwischen

dem angeleiteten und
dem nicht begleiteten Praktikum.

Pädagogisch gelten die angeleiteten naturgemäß als die wertvolleren Praktika (der Lerneffekt ist planbar bzw. überschaubar). Voraussetzung ist jedoch so etwas wie ein Praktikumskonzept (der Schule, die die Anleitung übernimmt).

Günstig im Hinblick auf den Lernzuwachs des Praktikanten ist auch eine gute Kommunikation zwischen Praxiseinrichtung und Schule. Der Praxisanleiter in der Einrichtung sollte Erfahrung im Anleiten haben. Kann dies nicht gewährleistet werden, ist der Kontakt zwischen Schule und Praxis umso wertvoller. Die Schule sollte dem Praktikanten nach dem Praktikum Unterstützung bei der Reflexion seiner Erfahrungen gewähren; das schließt auch die Kommunikation zwischen den Praktikanten ein. Sie ist mitunter ebenso bedeutsam für die Orientierung des Schülers wie die pädagogischen Bemühungen des Praxiskoordinators.

In naturwissenschaftlichen Fächern sind Praktika zum einen Stunden, in denen Experimente veranstaltet werden. In Baden-Württemberg geschieht dies in manchen Klassenstufen sogar in einem eigenen Schulfach.

In vollzeitschulischen Ausbildungen im berufsbildenden Schulbereich (z. B. Abschluss Erzieherin) sind lange Praktika nicht wegzudenken. Sie bilden einen wesentlichen Teil der Ausbildung. Man unterscheidet Tages-, Wochen und Jahrerspraktika. Auch ein Teil der im Unterricht vorbereiteten Projekte kann an Praxiszeiten gekoppelt werden. Unterricht stützt sich u.a. auf die Erfahrungen der Schüler/innen, Student/innen in den Praktika. Das Anerkennungsjahr (Berufspraktikum, Jahrespraktikum) bildet den Schluss der Ausbildung. Zum Ende des Berufspraktikums findet der zentrale Teil der Abschlussprüfung in der Einrichtung statt, in der das Praktikum geleistet wurde - die Bewährung erfolgt damit also bereits im Berufsfeld. In der Erzieher/innen-Ausbildung begleiten bzw. betreuen Lehrkräfte der Schule Praktika; im Praktikum erfolgen Reflexion von Handlungsweisen und Situationen und die Erledigung von Aufgaben der Schule - wenn möglich mit Unterstützung des Praxisanleiters/der Anleiterin in der Praxisstelle. Aus Gründen der Vergleichbarkeit und einer gerechten Bewertung des Praktikums ist ein Konzept der Praxisbegleitung notwendig. Auch bei Praxisnoten gilt: So objektiv wie möglich.

Viele allgemeinbildende Schulen bieten in den oberen Klassen die Möglichkeit, im Rahmen eines Praktikums in einem Betrieb mehr über Berufe und die Arbeitswelt zu erfahren (z.B. BOGY).

Einen besonders großen Stellenwert haben Praktika an Waldorfschulen. Die Klassen 9 bis 12 absolvieren zumindest ein Landwirtschaftspraktikum, ein Feldmesspraktikum (angewandte Mathematik) und ein Sozialpraktikum von jeweils zwei bis vier Wochen Länge. Viele Waldorfschulen bieten noch weitere Möglichkeiten für Betriebspraktika, zum Teil verbunden mit Elementen der Berufsausbildung bis hin zu anerkannten Berufsabschlüssen, die parallel zum Waldorfschulabschluss und staatlichen Schulabschlüssen erworben werden. In Haupt- und Realschulen findet das Praktikum meist in der 9. Klasse, manchmal auch zusätzlich in der 8. Klasse, statt; in Gymnasien in der 9., 10. oder 11. Klasse. "Das Praktikum [wird] von den daran beteiligten Gruppen – Schülern, Lehrern und Eltern, Betriebsbetreuer und Schulministerien – fast einheitlich als positiv beurteilt", aber es kann sein, "dass die Betriebswahl die Berufswahl verdunkelt". [3] Deshalb sollte mehr als ein Praktikum durchgeführt werden.








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