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Arbeitszeugnis Informationen

Für einen Arbeitnehmer nimmt das Arbeitszeugnis eine wichtige Rolle ein. Es stellt im Arbeitsleben eine wichtigen Faktor für die Person dar.Daher gab es ein Urteil zur Form des Arbeitszeugnisses. Es muss wahrheitsgemäß sein und darf den Arbeitnehmer nicht an einem weiteren Fortkommen hindern. Das Bundesarbeitsgericht hat daher eine klare Regelung der äußeren Form eines Arbeitszeugnisses festgelegt.

Es ist ein haltbares Papier von guter Qualität zu verwenden. Das Arbeitszeugnis muss sauber und ordentlich geschrieben sein und darf keine Flecken, Radierungen, Verbesserungen, Durchstreichungen oder ähnliches enthalten.
Die äußere Form des Zeugnisses muss außerdem so gestaltet sein, dass es nicht seinem Wortlaut nach sinnentstellenden Inhalt gewinne. Durch die äußere Form darf nicht der Eindruck erweckt werden, der ausstellende Arbeitgeber distanziere sich vom buchstäblichen Wortlaut seiner Erklärung.
Es müsse mit einem ordnungsgemäßen Briefkopf ausgestattet sein, aus dem der Name und die Anschrift des Ausstellers erkennbar seien. Der Unterschrift sei ein Firmenstempel beizufügen. Ferner könne der Mitarbeiter auch beanspruchen, dass das Zeugnis in einheitlicher Maschinenschrift abgefasst werde.


Urteil des Bundesarbeitsgericht vom 3.März 1993 - 5 AZR 182/92
Für den Zeugnisaufbau gibt es einen Standard.

Überschrift
Bezeichnung der Zeugnisart: Zwischenzeugnis, Praktikantenzeugnis etc.
Einleitungssatz
Personalien des Mitarbeiters sowie die Dauer des Arbeitsverhältnisses
Aufgabenbeschreibung
Position des Mitarbeiter und Beschreibung seiner Kompetenzen in der Firma
Leistungsbeurteilung
Arbeitsweise, Arbeitsleistung und Arbeitserfolge des Mitarbeiters
Verhaltensbeurteilung
Verhalten zu Vorgesetzten, Kollegen gegebenenfalls zu Kunden und weiteren Personen
Schlussabsatz
Wenn vom Arbeitnehmer gewünscht, ist der Grund für das Ende des Arbeitsverhältnisses anzugeben. Am Ende: Dankesformel mit Zukunftswünschen.




Wichtige Rechtsgrundlagen:

Zum Ende eines Arbeitsverhältnisses hat man Anspruch auf ein Zeugnis. Verlangen Sie ein QUALIFIZIERTES Zeugnis.
Nur mit einem qualifizierten Zeugnis haben Sie Chancen am Arbeitsmarkt.
Verlangen Sie unmittelbar nach der Kündigung die Ausstellung eines qualifizierten Zeugnisses.
Reagiert der Arbeitgeber nicht auf Ihr Verlangen, oder weigert er sich, so sollten Sie nochmals unter Fristsetzung und Klageandrohung dazu auffordern. Passiert weiterhin nichts, so ist eine Klage vor dem Arbeitsgericht erforderlich.
Gleiches gilt für eine Berichtigung des Zeugnisses.
Anspruch auf ein Zeugnis innerhalb von 2 Jahren anmelden, sonst kein gerichtlich einklagbarer Anspruch mehr.
Bei einem Aufhebungsvertrag ist zu raten, dass das Zeugnis in einem Anhang bereits mitformuliert ist.
Auch bei Klage gegen eine Kündigung sofort Zeugnis verlangen.
hat der Arbeitgeber freiwillig, oder auch per Gerichtsbeschluss das Zeugnis geändert, muss das Zeugnis das ursprüngliche Datum tragen.
Das Gericht kann mit Zwangsgeld oder Zwangshaft für die Ausstellung eine Zeugnisses drohen.
Krankheiten, auch wenn sie Kündigungsgrund waren und der Arbeitnehmer mehr als 1,5 Jahre vor der Kündigung ununterbrochen krank war, dürfen im Zeugnis keinen Niederschlag finden.

Das hat im Arbeitszeugnis nicht verloren :
Negative Beobachtungen und Bemerkungen sind im Arbeitszeugnis unzulässig. Ebenso wenig ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, dem Scheidenden gute Wünsche für seine berufliche und private Zukunft mitzugeben. Zu beiden Fällen gibt es verschiedene Gerichtsurteile, anhand derer auch die "Bestimmungen für Arbeitszeugnisse in der Wirtschaft" modifiziert werden. Diese legen unter anderem die thematischen Tabus bei der abschließenden Beurteilung eines Mitarbeiters fest:

Gehalt
Kündigungsgründe
Vorstrafen
Abmahnungen
Krankheiten/Fehlzeiten
Leistungsabfall
Alkoholabhängigkeit
Behinderungen
Betriebsratstätigkeit
Gewerkschaftsengagement
Parteizugehörigkeit
Religiöses Engagement
Nebentätigkeiten/Ehrenämter
Urlaubs- und Fortbildungszeiten

Darüber hinaus darf im Text nichts unterstrichen, kursiv gedruckt oder gefettet werden. Ausrufe-, Frage- und Anführungszeichen sind ebenfalls unzulässig.
Besonders für Angestellte gilt:

Eigenen Zeugnisentwurf vorschlagen, zumindest bei der Beschreibung der Tätigkeit aktiv mitwirken (mit unserem PC-Zeugnisprogramm können Sie diesen Entwurf sehr einfach selbst erstellen).
Auf Vollständigkeit und Lückenlosigkeit des Zeugnisses achten!
Zeugnis immer durchlesen und bei Zweifeln Fachmann fragen!
Gelegenheiten nutzen um z.B. Zwischenzeugnisse zu bekommen z.B. bei Versetzungen, Wechsel des Vorgesetzten Änderung des Unternehmensgefüges Besuch von Fortbildungskursen.

Prüfen Sie Ihr Arbeitszeugnis
Checkliste 1: So prüfen Sie ein einfaches Zeugnis
Trägt das Zeugnis eine Überschrift?
Sind Ihr Vor- und Nachname sowie gegebenenfalls Ihr Geburtsname korrekt geschrieben?
Werden Geburtsdatum und Geburtsort richtig wiedergegeben?
Stimmen die Angaben zu Beginn und Ende des Arbeitsverhältnisses?
Wird die von Ihnen ausgeübte Tätigkeit genau und vollständig beschrieben?
Wurde das Zeugnis auf dem üblicherweise verwendeten Firmenbogen geschrieben?
Sind Ort und Datum der Ausstellung des Zeugnisses genannt?
Ist das Zeugnis vom Firmenchef oder einer vertretungsberechtigten Person unterschrieben?

Checkliste 2: So prüfen Sie ein qualifizierte Zeugnis

Trägt das Zeugnis eine Überschrift?
Wurde das Zeugnis auf dem üblicherweise verwendeten Firmenbogen geschrieben?
Sind Ihr Vor- und Nachname sowie gegebenenfalls Ihr Geburtsname korrekt geschrieben?
Werden Geburtsdatum und Geburtsort richtig wiedergegeben?
Bei einem akademischen Titel: Ist er berücksichtigt?
Sind Beginn und Ende des Arbeitsverhältnisses angegeben?
Ist die von Ihnen ausgeübte Tätigkeit vollständig und genau beschrieben?
Wenn Sie über spezielle Fachkenntnisse und besondere Erfahrungen verfügen: Sind diese im Zeugnis angemessen berücksichtigt?
Sind Ihre Leistungen ausführlich und richtig beurteilt?
Entsprechen die Angaben zur Führung im Dienst der Tatsachen?
Bei Vorgesetztentätigkeit: Ist Ihre Führungsfähigkeit korrekt beurteilt?
Wird der Grund für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses genannt?
Äußert Ihr Arbeitgeber sein Bedauern über Ihr Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis?
Dankt Ihnen Ihr Arbeitgeber für die geleisteten Dienste?
Enthält die Schlussformulierung Wünsche des Arbeitgebers für Ihre berufliche Zukunft?
Sind Ort und Datum der Zeugnisausstellung genannt?
Ist das Zeugnis vom Firmenchef oder einer vertretungsberechtigten Person unterschrieben?

Checkliste 3: So prüfen Sie die Form und Gestaltung Ihres Zeugnisses

Ist der Gesamteindruck des Zeugnisses ansprechend?
Ist das Zeugnis auf einem Firmenbogen geschrieben?
Ist das Zeugnis auf einem DIN A4-Bogen geschrieben?
Nennt das Zeugnis das richtige Ausstellungsdatum?
Ist das Zeugnis vom Firmenchef oder einer vertretungsberechtigten Person unterschrieben?
Weist das Zeugnis Beschmutzungen oder Beschädigungen auf?
Trägt das Zeugnis eine charakteristische Überschrift?
Ist das Gliederungsschema für ein (qualifiziertes) Zeugnis eingehalten?
Stimmen die Personalien?
Sind Beginn und Ende des Arbeitsverhältnisses angegeben?
Enthält das Zeugnis Angaben zu Ihrem Tätigkeitsbereich?
Werden im Zeugnis Ihre Führung und Leistung beurteilt?
Wird der Grund für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses genannt?
Äußert Ihr Arbeitgeber sein Bedauern über Ihr Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis?
Dankt Ihnen Ihr Arbeitgeber für die geleisteten Dienste?
Ist das Zeugnis vollständig?
Ist das Zeugnis unmissverständlich formuliert?
Hat das Zeugnis einen angemessenen Umfang?






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